00:00:03: Sumatra
00:00:04: im Mai, zwanzig, sechsundzwanzig.
00:00:09: Für Elsie ist heute ein besonderer Tag.
00:00:15: Denn sie feiert ihren Schulabschluss – die Hochschulreife!
00:00:23: Sie hat allen Grund stolz zu sein.
00:00:28: Hinter ihr liegen herausfordernde Jahre in denen sie nicht nur klassische Schulfächer wie Mathe und Biologie gelernt hat sondern auch Punktschrift und wie sie in einer überwiegend für sehende gestalteten Welt einen angemessenen Platz für sich beanspruchen kann.
00:00:48: Elsie ist blind, doch sie hat die Chance auf Bildung bekommen – und sie genutzt!
00:00:55: Schon bald wird sie an der Universität von Surabaya ihr Studium beginnen.
00:01:04: Aber sie erzählt auch von den Bedingungen, die erfüllt sein müssen damit blinde SchülerInnen in Südostasien überhaupt die gleichen Chancen auf Bildung bekommen.
00:01:14: Was bedeutet Inklusion in einem Land wie Indonesien?
00:01:17: Und wie steht es um die Barrierefreiheit in Deutschland?
00:01:20: Was bedeutet das Wort Abelismus?
00:01:22: und was hat Mission mit all dem zu tun?
00:01:25: Darüber spreche ich mit Andreas Scharnowski Leiter der Hildesheimer Blindenmission.
00:01:32: Ihr hört Zeit für Mission.
00:01:34: Mein Name ist Tanja Stünkel.
00:01:37: Hallo, Andreas Schandowski!
00:01:39: Vielen Dank dass du dir heute Zeit für Mission nimmst.
00:01:43: Hallo Tanja ich grüße und freue mich das sich heute Gastbareren Podcast sein
00:01:48: darf.
00:01:49: Viele Menschen denken ja bei Behinderung zuerst an Einschränkungen.
00:01:53: was übersehen wir denn dabei?
00:01:55: Das ist natürlich, sag ich mal das Auffällige daran dass man natürlich als Allererstes und ich denke das eigentlich auch das ganz normale.
00:02:04: Das einem natürlich eine Sache auffällt die andere Menschen unterscheidet von einem selber die in Anführungsstrichen zur normalen Bevölkerung gehören.
00:02:13: Von daher ist es eigentlich auch des ganzen Normale erst einmal was auffält was an dem anderen unterscheiden.
00:02:19: Meine Erfahrung ist natürlich und das geht vielleicht die ja auch so in der Erfahrung mit Menschen, mit Behinderung.
00:02:27: Wenn man sich kennenlernt dann fallen eigentlich diese Dinge, die am Anfang auffällig sind weg.
00:02:34: Dann begegnen wir uns hier als Menschen auf Augenhöhe und das ist sozusagen etwas wo ich immer wieder für eintrete und versuche auch da die Brücken zu
00:02:46: bauen.".
00:02:47: Und wann wurde dir zum ersten Mal persönlich bewusst?
00:02:51: Unsere Gesellschaft vielleicht vor allem für Sehende gestaltet ist?
00:02:55: Das ist natürlich eine ganz persönliche Erfahrung.
00:02:58: Ich habe ja nicht nur beruflich damit zu tun bei der Hildesheimer Blindmission, die sich ja vor allen Dingen mit blinden Kindern und sehbehinderten Kindern auseinandersetzt im Ausland sondern auch meine ganz persönlichen Geschichte Und die beginnt nicht nur bei mir selber, sondern schon bei meinem Großvater.
00:03:21: Eines meiner frühesten Kindheitserinnerungen ist, dass ich mit meinen blinden Großvaters in einem Dorf, in dem ich aufgewachsen war, gemeinsam spazieren war und auf einmal sammelten sich eine ganze Horde von Gleichalterinnen um uns herum machten meinen Großvater richtig fertig.
00:03:40: Also neckten ihn und so weiter und sofort, das war für mich eines der ersten Erlebnisse die mich schon als siebenjähriger damals wirklich ins Nachdenken gebracht haben und ich dass mich auch in der Tat sehr tief geschockt hat In meiner persönlichen erlebnis Ich bin praktisch Mit elf Jahren fing das bei mir an, gestartet mit einer Seebehinderung.
00:04:03: Dann irgendwann Mitte der zwanziger Jahre blind geworden.
00:04:07: während meines Studiums habe ich das auch immer wieder erlebt durch sehr viele Begegnungen und ich könnte da sehr viele Erlebnisse erzielen unterschiedlicher Art wie Menschen auf ein reagieren.
00:04:17: und in der Regel sage ich mal es ist der Standard der dass Menschen einen Grund für dich immer falsch einschätzen Und einen wirklich dann ja mit den Vorurteilen, die man manchmal im Kopf hat auch genauso begegnen.
00:04:44: Ich glaube da kann man keine Ranking-Liste machen für einen selber.
00:04:47: natürlich wenn ich unterwegs bin und ich bin sehr, sehr viel unterwegs und sehr mobil, fallen einem natürlich die strukturellen Schwierigkeiten und Barrieren auf.
00:04:57: Und das ist natürlich eine Sache, die man vielleicht auch erst mal erklären muss.
00:05:01: Unsere Gesellschaft ist ja darauf aufgebaut dass... Ich mache nochmal die Anführungsstriche, dass Menschen ohne Behinderung also Anführungstriche normale Menschen in unserer Gesellschaft in allen Bereichen gut unterwegs sein können.
00:05:17: Das Aber sozusagen fällt erst dann auf, wenn Menschen eben mit Bildung ob sie im Heulstuhl sitzen oder wie ich mit einem Langstock unterwegs sind.
00:05:26: Oft vielfach an Grenzen stoßen.
00:05:29: und das ist einer der Sachen die sich in den letzten sage ich mal fünfzig Jahren auch in der Behindertenbewegung herausgestellt haben dass viele darauf hinweisen, dass unsere Gesellschaft Theater Universitäten viel, vieles mehr der öffentliche Nahverkehr ist einfach bei Jeren gibt.
00:05:48: Die anderen Menschen gar nicht aufhören aber uns daran hindern dass wir an der Gesellschaft wirklich so teilnehmen können wie alle anderen auch.
00:05:56: also ich mache mal ein Beispiel das klingt vielleicht erstmal ganz fern und zwar Ich bin ein leidenschaftlicher Theatergänger Und mit meiner Blindheit viel mit einmal auch des Interesse am Theater vollkommen flach, weil für mich plötzlich Theater nicht mehr das war was ich früher als ich noch sehen konnte wirklich auch war.
00:06:20: Vor einigen Jahren bin ich zum ersten mal im Boundfuck im Theater mit Audiodeskriptionen gewesen und das heißt mir wurde die Bühne, was auf der Bühnung passierte beschrieben und zwar so dass sich ein kleines Audi-Gerät in meinem Ohr hatte und mir die Dramatikerin, die das Stück mit inszeniert hat dann beschrieb etwas auf der bühne da passierte.
00:06:41: Und für mich war das zum ersten Mal so eine Öffnung der Welt und das Erlebnis, ich nehme wie alle anderen am Theater genau so teil!
00:06:51: Das war für mich eine riesengroße Freude und ich könnte natürlich jetzt auch durchbuchstabieren durch ganz viele andere Sachen und so geht es eben auf vielen Menschen mit einer anderen Behinderung.
00:07:01: Weil man ja oft die Barriere erst wahrnimmt wenn sie einen selber betrifft?
00:07:07: Genau so ist es.
00:07:10: Strukturelle Barrieren entstehen dort, wo die Umgebung nicht für alle Menschen zugänglich ist.
00:07:15: Eine Stufe, die sich mit dem Rollstuhl nicht überwinden lässt – ein PDF das einen Screenreader nicht lesen kann oder ein Video ohne Untertitel oder Audiodeskription.
00:07:26: Nicht die Behinderung selbst verhindert dann die Teilhabe sondern eine Umgebungen, die bestimmte Bedürfnisse nicht mitdenkt.
00:07:39: Schwierigkeiten.
00:07:40: Da will ich jetzt auch noch mal drauf eingehen, wir haben eben von den strukturellen Schwierigkeiten gesprochen und da gibt es wirklich zuhauf.
00:07:47: Man muss positiv sagen dass mittlerweile viele Städte darauf aufmerksam geworden sind so das sie eben auch Gruppen bilden Workshops haben, die zum Thema Inklusion ganz intensiv arbeiten.
00:08:04: Das ist in den letzten Jahren vielfach passiert und es ist wirklich an diesem Punkt sehr erfreulich wo man Menschen auch selber mit daran beteiligt.
00:08:13: Vielleicht werden wir dann nochmal drauf auch zu sprechen kommen, ein sehr wichtiger Punkt die Teilnahme von Behinderten selbst an solchen Runden.
00:08:21: Aber ich will noch mal auf die individuelle Ebene kommen.
00:08:24: das ist ja auch ein Teil unserer Gesellschaft dies aber unweit schwieriger weil wir natürlich nicht die Köpfe von Menschen oder die Einstellung von Menschen beeinflussen können und da kommt jeder mit seiner eigenen Geschichte in seinen eigenen Erlebnis.
00:08:41: Grundsätzlich ist es oft so, Menschen die in ihrem Umfeld schon mal Begegnungen mit Behinderten hatten sind deutlich aufgeschlossen oder in einer eigenen Familie sind.
00:08:51: sie begegnet leichter währenddessen Menschen, die noch nie damit zu tun hatten.
00:08:57: Es natürlich auch deutlich schwieriger haben bzw umkehrt wir auch mit ihnen.
00:09:02: Ich plädiere an diesen Stellen immer dafür, auch Zeit zu geben.
00:09:07: Diese Dinge brauchen wirklich Zeit so wie es auch Zeit braucht um Einstellungen von Menschen sozusagen auch ja so zu fördern dass es gerade Menschen mit Behinderung dient.
00:09:19: ich höre ein bisschen raus Es sind zum einen vielleicht auch Berührungsängste aber manchmal auch Vorurteile.
00:09:28: Absolut, das kann man wirklich so deutlich sagen.
00:09:31: und manchmal sind die Vorurteile so dass man sich wirklich sehr deutlich drüber ärgert.
00:09:35: Das begegnet mir immer wieder.
00:09:39: also ich werde fast grundsätzlich immer falsch eingeschätzt.
00:09:42: Ich fahre mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, das heißt ich wohne in Hannover und arbeite in Hildesheim Fahre jeden Tag ungefähr eine Stunde bin ich unterwegs und begegnete da vielen Menschen Begegenen sehr viel hilfsbereiten Menschen helfen und ihre Anbieten zum Beispiel im Bahnhof mich zu orientieren oder mich mitzunehmen.
00:10:02: Das ist grundsätzlich immer positiv, dann komme ich mit denen ans Gespräch, die kommen nie darauf, dass ich überhaupt arbeite.
00:10:10: Grundsätzlich ist die Voraussetzung also blinde Menschen arbeiten nicht.
00:10:14: Das können die ja gar nicht.
00:10:17: So ist es, sie können's nicht.
00:10:19: und wenn ich dann so lange im Gespräch komme und sage Ich bin Leiter einer Organisation Dann plötzlich verstummen Sie Und dann braucht erst mal ein bisschen Zeit.
00:10:31: Da hört man denn wie es in Ihnen rattet.
00:10:33: auch Es ist Wie gesagt da merkt man wie tief Dinge sind auch sitzen bei Menschen und wie tief unsere Gesellschaft, auch von bestimmten Bildern, von Behinderten geprägt ist.
00:10:47: Für das was du ja gerade beschrieben hast, dass unterschätzt werden sofort Teile einem Begegnet gibt es ja inzwischen den Begriff Neudeutsch-Abelism oder Abelismus.
00:10:59: Was bedeutet dieser Begriff für dich?
00:11:01: Für mich bedeutet das zwei ganz wichtige Dinge.
00:11:06: Man muss vielleicht mal für diejenigen, die sich mit diesem Begriff gar nicht auskennen ein bisschen erklären.
00:11:11: Das hat nämlich eine Geschichte, die in den USA angefangen hat.
00:11:15: Praktisch in der Nachfolge der Bewegung der Colored People in den USA, die um ihre Rechte gekämpft haben war folgerichtig dass auch behinderte Menschen ihre Sondersituation oder Ausgrenzung und Diskriminierung entdeckt haben.
00:11:33: Das ist zum einen für mich erstmal das positive, was ich verbinde mit diesem Begriff und der Geschichte dass Menschen sich verbinden die eine gemeinsame Geschichte haben Und für ihre Rechte eintreten.
00:11:47: Ich halte das für ganz fundamental denn wir haben das ja eben schon miteinander besprochen.
00:11:52: andere Menschen können das manchmal für ein nicht tun und es bedeutet Wir als behinderte Menschen müssen an manchen Stellen auch uns in gemeinsam zusammenschließen und tatsächlich auch manchmal vielleicht auch etwas kämpferischer für unsere Rechte eintreten.
00:12:09: Also das verbinde ich erstmal positiv mit diesem Begriff, der in den USA angefangen hat.
00:12:14: und man muss immer wieder sagen die USA ist in diesen Punkt eines der Länder, die uns weit voraus sind was Inklusion- und Antidiskriminierungsbewegung auch ist.
00:12:26: da hinken wir tatsächlich noch an vielen Punkten hinterher.
00:12:30: Und das zweite, was ich positiv verbinde mit den Betriffehabilismen ist der Punkt einer Erkenntnis nämlich nicht ohne uns.
00:12:40: Gesellschaft kann nicht funktionieren wenn man bestimmte Gruppen einfach vollkommen ausschließt sondern wir haben einen wichtigen Anteil an dieser Gesellschaft und sind im Behindertenbereich handelt es sich da nicht um wenige Zehntausend, sondern alles geht um Millionen von Menschen die im Laufe ihres Lebens Einschränkungen erfahren in ihrem Leben.
00:13:02: Und damit diese Gesellschaft funktioniert müssen wir auch ein wichtiges Wort mitreden.
00:13:07: ich mache mal so ganz praktisches Beispiel dann wird das ganz schnell deutlich.
00:13:11: Die Bahn zum Beispiel hat erkannt Es ist wichtig.
00:13:15: Vielleicht, die jetzt diesen Podcast hören haben diese Erfahrung auch schon gemacht.
00:13:18: Auf den Gleisen findet man diese Leitlinien.
00:13:21: Diese Leitlinge sind für blinde Menschen damit sie mit ihrem Langstock sich orientieren können und da wenn man mit dem Langstock auf diesem Leit Linie ist kann man ganz wunderbar sich auf einem Bahngleis ganz selbstständig bewegen.
00:13:34: Das hat die Bahn vor vielen Jahren an vielen Stellen auch selber erkannt und hat sie eingebaut.
00:13:39: Und hier in Hannover haben wir ein sehr typisches Beispiel Man hat das Ding eingebaut, hat aber nicht beachtet dass man die Richtung der Leitlin nicht beachtet hatte und das vollkommen falsch eingebaut hat.
00:13:51: Und das ist ein Punkt, da hat man kein gefragt vom einen blinden Verband oder blinden Einbezogen gesagt die muss es eigentlich richtig rum eingebohrt sein.
00:13:59: Man ist in seinen Normen gefolgt und das Ding ist vollkommen nutzlos.
00:14:03: was da eingebauen ist gut gemeint aber das zeigt eben wenn Gesellschaft gelingen will und wirklich auch Teilhabe und Inklusion möglich ist muss man die Leute einbeziehen die es selber betrifft.
00:14:13: also diese beiden Punkte verbinde ich mit diesem.
00:14:18: Das heißt, damit Inklusion wirklich gelingen kann müssen eben auch die dies betrifft mit am Tisch sitzen.
00:14:33: einzelne Bundesländern.
00:14:34: Es runde Tüsche gibt, wo man Menschen einlebt mit unterschiedlichen Behinderungen und auch dann die Experten sind.
00:14:40: Die brauchen wir auch.
00:14:41: Inklusion ist ein hoch kompliziertes Feld.
00:14:45: Mittlerweile gibt es so viele Dien-Normen, die zu erföhlen sind.
00:14:49: Das ist wirklich sehr schwierig.
00:14:50: Und manchmal gibt es richtig Konflikte.
00:14:52: auch ich sage nur.
00:14:54: Rollstuhlfahrer und blinde Menschen haben nicht allzu viel miteinander Denn tatsächlich ist es so zum Beispiel an Ampeln.
00:15:01: Rollstuhlfahrer lieben es abgesenkt, das lieben blinde Menschen überhaupt nicht.
00:15:06: denn wenn man mit den Langstocks nicht fühlt wo die Kante ist dann ist man plötzlich mitten auf der Kreuzung ist mir schon x-mal passiert.
00:15:13: Das ist dann durchaus mal absolut gefährlich.
00:15:17: aber Runde Tische sind dazu da, dass man irgendwo dann auch Wege findet.
00:15:22: Die dann wirklich zu einer guten Lösung dann auch finden.
00:15:26: und manchmal sind es Lösungen die jenseit technischer Normen sind sondern die tatsächlich darauf berufen das man sich als Menschen da an der Stelle auch vernünftig einigt.
00:15:38: Ja weil man fasst das gerne so zusammen?
00:15:40: Menschen mit Behinderung?
00:15:41: So ist es genau!
00:15:43: Dass das aber völlig unterschiedliche Bedürfnisse oder auch Bedarfe gibt.
00:15:48: Als sehende Person hat man das nicht unbedingt so auf dem Zettel, weil es betrifft ein Jahr nicht.
00:15:53: Man erlebt es nicht wie schwierig das ist
00:15:57: und dass es innerhalb der Seebe in unseren blinden Menschen schon einen Riesenfeld denn keine Seebehinderung ist für die andere.
00:16:06: Das macht natürlich das ganze kompliziert Auf den ersten Schein hin aber Es ist eben auch so eben auch dazu herausfordert, auf eine Ohren zu haben für das was Menschen auch tatsächlich brauchen.
00:16:21: Vielfach haben Menschen davor und vor allen Dingen diejenigen die es umsetzen müssen also die in der Verantwortung stehen haben Angst manchmal vor diesen Umsetzungen.
00:16:29: Es kostet wahnsinnig viel Geld.
00:16:31: was eingesetzt werden muss.
00:16:33: ist es irre kompliziert?
00:16:34: diese Vorstellung gibt es auch.
00:16:37: man kann an diesen Stellen manchmal nur die Angst nehmen denn oft auf diesen Wegen stellt sich heraus.
00:16:43: Es gibt Kompromisse und Lösungen, auf die man sich gut einigen kann miteinander, die manchmal tatsächlich gar nicht so viel Geld kosten.
00:16:52: sondern das große Problem ist immer dann wenn man nachträglich Dinge verändern muss.
00:16:58: Die sind weitaus komplicierte Umsetzung, aber wenn man ein Projekt startet von vornherein mitbedenkt was auf dem Weg ist zum Beispiel bei der Planung von Gebäuden.
00:17:08: Bei Neubauten und so weiter dann ist das Ganze eigentlich oft viel leichter umzusetzen auch als nachträglich wenn man nochmal wieder etwas
00:17:17: ändern muss.
00:17:18: Jetzt haben wir viel nach Deutschland gerade geschaut.
00:17:21: du hast ja aber auch gesagt also du reist viel in deiner Funktion Als Leiter, da hielt es einmal blinden Mission.
00:17:28: Wie erlebst du denn diese Reisen?
00:17:29: Ganz praktisch!
00:17:31: Aber auch vielleicht in der Begegnung mit den Menschen vor Ort...
00:17:34: Ja, das ist eine sehr, sehr gute Frage.
00:17:37: Und ich habe ein interessanter Erkenntnis gemacht im Laufe meiner vielen Reisen und in der Vergleich zu Deutschland.
00:17:44: Das betrifft nämlich erstmal die soziale Kompetenz – die Menschen helfen weltweit!
00:17:49: Und das ist interessant.
00:17:51: wo die sozialen Kompetenzen liegt.
00:17:53: wenn ich dich fragen würde was glaubst du Männer Frauen wer hilft mir hier in Deutschland?
00:17:58: Wer spricht mich als erstes an?
00:18:00: was würdest du sagen?
00:18:01: Gefühlt würde ich sagen Frauen.
00:18:03: Richtig und das ist tatsächlich so, denn bei uns obliegt offenbar die soziale Kompetenz bei Frauen.
00:18:11: wenn mich Menschen mit Migrationshintergrund hier in Deutschland ansprechen dann gebe ich dir die Antwort gleich sind es immer Männer.
00:18:19: Und das liegt daran, dass oft in den Ländern und das zählt jetzt auch in die Länder, in denen ich reise.
00:18:24: Nämlich nach Südostasien.
00:18:26: Oft bei den Männern, die soziale Kompetenz liegt und sie sich verantwortlich fühlen für die Familie In den Ländern Süd-Ost Asiens muss man sagen ist es geradezu oft eine große Freude zu fahren.
00:18:38: Da liegt nämlich der Schwerpunkt der Hilfsvermögenmission.
00:18:40: Wir unterstützen ja vor einigen blinden und sehbändeten Kinder und Jugendlichen besonders armen Regionen Süd Ostasiens Anfang unserer Geschichte zusammen.
00:18:51: Okay, wir werfen einen kurzen Blick auf die Geschichte der Hildesheimer Blinden-Mission.
00:18:57: Hintergrundcheck Die Hildeshalmer Blinden Mission gibt es seit achtzehnhundertneunzig.
00:19:04: Gegründet wurde sie von Luise Cooper, die zu Vorheitsmissionaren in China gearbeitet hatte und sich besonders für blinden Mädchen einsetzte.
00:19:14: Aus dieser Initiative entstand eine Arbeit, die sich über mehr als hundertdreißig Jahre immer wieder verändert hat.
00:19:21: Während der NS-Zeit wurde der Verein aufgelöst, und in den letzten Jahren mit dem Ziel, ihnen Bildung berufliche Perspektiven und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
00:19:42: In Indonesien gehört dazu auch die Blindenschule Japentra bei Medan.
00:19:46: Einen Link für mehr Infos packe ich in die Shownouts!
00:19:50: Wir sind praktisch in der Region geblieben, an der wir gestartet haben vor hundertdreißig Jahren und da ist es auch wieder von Land zu Land sehr so unterschiedlich.
00:20:00: wenn ich auf die Philippinen fahre Fliege dann kann man darauf wetten, dass ungefähr innerhalb von fünf Minuten zehn Menschen um einen herum sind auf dem Flughafen, die einem helfen wollen.
00:20:10: Dass also die Offenheit und das Sehen auch von Notwendigkeiten, wo geholfen wird, unnamig ausgeprägt vollkommen unvollkommen ist und schwierig, machen die Vielfach einfach mit menschlicher Wärme und Offenheit Wett an diesen Stellen.
00:20:28: Und das ist in den anderen Ländern genauso dass man ganz große Hilfe und Nähe erfährt von Menschen, die einfach auf einen zukommen.
00:20:36: aber muss auch ganz offen sagen es gibt enorme strukturelle Schwierigkeiten für Menschen mit Behinderung gerade auf dem Kinder mit Blindheit und Seebehindern und das liegt auch wieder an denen Einstellung in der Gesellschaft.
00:20:50: Die Staaten selber haben die Konventionen, der Behinderten, der UNO und UNESCO unterschrieben.
00:20:59: Die Philippinen, Indonesien, Myanmar alle diese Länder mit denen wir zu tun haben, haben diese Rechte für Behinderte unterschieben aber die Umsetzung in den Ländern sind einfach sehr schlecht.
00:21:10: dazu kommt denn dass sie viel multikulturelle Staaten sind also viele unterschiedliche Bevölkerungsgründen Und da ist oft so, dass der Blick auf Behinderung vielfach mit Charme zu tun haben.
00:21:23: Ich mache mal ein Beispiel Wir haben vor drei Jahren ein Projekt auf der Insel Nias gestartet.
00:21:29: Das ist eine Insel westlich von Sumatra und diese Insel ist ein bisschen abseits fern aller Regierungen und Einflussnahme.
00:21:38: Da schämen sich Eltern für ihre blinden und sehbeinnerten Kindern.
00:21:44: Das liegt an der Gesellschaft.
00:21:46: Insgesamt auf der Insel, das bedeutet in der Konsequenz, dass diese Kinder oft zu Hause gehalten werden – ich sage wirklich bewusst gehalten – weil sie sich schämen die Kinder nach draußen zu schicken und dass ihre Kinder eine Behinderung haben.
00:22:00: Und es bedeutet hier nicht zur Schule gehen.
00:22:03: Nicht zum Kindergarten gehen und vielfach auch nicht mal zum Arzt gehen.
00:22:07: Ich habe solche Begegnungen zuhauf gehabt bei meinen Besuchen, und hab Grundschulen besucht wo auch dann vielleicht eine stark sehbehinderte junges Mädchen mitten im Dschungel in einer Grundschule den Unterrichtsgenoss.
00:22:19: Aber auch das hat ihre Grenzen so nett.
00:22:22: Das ist dass die Schulleiterin auch die Klassenlehrerin dieses Mädchen aufgenommen hatte aber mehr oder minder sitze sie in der Klasse rum.
00:22:29: es gibt keine Materialien für diese Mädchen keine offizielle Anerkennung dass sie stark sebehindert ist.
00:22:35: Und sie versucht sich damit durchzuschlagen, dass ihr möglichst ganz wenig und unauffällig ist um gar nicht aufzufallen mit ihrer Sebehinderung, gar nicht laut äußert was die eigentlich braucht.
00:22:46: also das ist nicht nur in Indonesien so, das ist vielfach auch dem Philippin so.
00:22:51: Wenn sie dann zufällig mal und das ist wirklich ein seltener Treffer, wir haben es in unserer Schule in Bedanen dass die älteren dann auf eine inklusive Schule gehen aber die kann man den Umkreis von fünfhundert Kilometern suchen.
00:23:04: Dann ist es genauso.
00:23:05: Lehrer haben praktisch keine pädagogische Kenntnis von Blindheit oder Sehbehinderung, haben keine Materialien für Sie d. h., die Jugendlichen sitzen oben im Klassen von vierzig.
00:23:16: da hat ein Lehrer schon ordentlich genug zu tun damit vorstellen oder in Physik oder Biologie, wo blinde Menschen was anfassen müssen.
00:23:26: Damit sie wissen wie sieht denn überhaupt ein Herz aus?
00:23:29: Wie sieht eine Blume aus?
00:23:31: und so weiter und so fort.
00:23:31: Das müssen die alles anfangen.
00:23:32: diese Materialien gibt es alles nicht
00:23:35: fast manches schäbisches Element an.
00:23:37: Genau das heißt Die strukturellen Schwierigkeiten liegen da einfach auf der Hand.
00:23:43: Aber das versuchen Sie eben innerhalb von Familien irgendwie sozial auszugleichen, die Familien sind oft sehr, sehr groß so dass es immer irgendein in der Familie gibt, der sich manchmal dann um jemandem mit Behinderung kümmert.
00:23:57: aber es ist einfach für mich manchmal schwer zu ertragen, dass eben viele Blinde und sie beieinander Kinder diese Wege so schwierig
00:24:05: sind.".
00:24:06: Wo setzt ihr denn an?
00:24:07: Mit euren Projekten?
00:24:11: hat angefangen als Frauenmission und hat sich fokussiert auf Mädchen in Hongkong.
00:24:17: Das Interessante ist, dass die Mission das Missionsverständnis damals schon sehr diakonischer Ausrichtung hatte.
00:24:25: Das heißt ganz pragmatisch zu gucken was es entscheidende?
00:24:29: Und von Anfang an hat die hildesame Blimm-Missionen auf Bildung gesetzt.
00:24:33: der Schlüssel nicht wie andere zum Beispiel, die auf eher medizinische Grundlagen den Wert legen.
00:24:40: Das ist auch wichtig haben wir auch manchmal auch gemacht.
00:24:44: das entscheidende ist wirklich um voranzukommen brauchen blinde und sehbendete menschen bildung damit sie auch Möglichkeiten erwerben auch berufe zu ergreifen die nicht nur etwas sondern wirklich besser sind also nicht nur als bettler nachher enden.
00:24:59: dass allein schafft bildung weil blinde dann klassischen Verständnis, also von Biologie und Mathematik ausgebildet werden.
00:25:08: Sondern ganzheitlich!
00:25:10: Denn es gilt auch die blinden und sehbindernden Kinder- und Jugendlichen zu fördern ihren Selbstwertbefühl und ihren Selbstbewusstsein.
00:25:17: Und dazu braucht es eben nicht nur die Bildung sondern auch die Förderung ihrer Fähigkeiten.
00:25:23: und darum spielt zum Beispiel ein großer Teil Musik Sport eine wichtige Rolle.
00:25:29: Musik, weil viele blinde Menschen tatsächlich aufgrund ihrer Fokussierung auf das Ohr auch offene große Musikalität mitbringen und von daher werden sie ausgebildeten vielen Instrumenten in Japan dran zum Beispiel haben wir einen fast professionellen Chor.
00:25:45: die leben dort im Internat.
00:25:47: Die kriegen von der ersten Klasse an praktisch Unterricht und dann bilden die den professionellen Chor, die haben mehrfach schon internationale Preise auch gewonnen.
00:25:56: Das eröffnet ihnen auch den Weg.
00:25:58: andere werden in Sport gefördert.
00:26:00: das eröffnete ihn zum Beispiel einen Zugang zum olympischen bindeten sport.
00:26:05: da sind alles wege die ihnen nicht nur sage ich mal zu förderst erstmal den weg praktisch der eigenen Sportentwicklung oder der eigene Musikqualität fördern, sondern vielleicht auch den Weg zum Berufsmusiker oder Sportler oder was auch immer dann danach freut.
00:26:21: Ja jetzt kann vielleicht trotzdem nicht jedes Kind Berufsmausikerin oder Sportlerin werden?
00:26:27: Was gäbe es denn sonst so für Berufe?
00:26:29: Wir versuchen so zu fördern dass wir sagen möglichst den höchsten Level dem man erreichen kann.
00:26:35: in Japentra, das ist die Blindschule bei Medanen auf North Sumatra haben jetzt gerade sechs ihren Abschluss gemacht und davon gehen vier jetzt auf Universitäten und zwei bereiten sich auf die Aufnahmeprüfung auf eine Universität vor.
00:26:52: Und das ist sozusagen wo ich sagen würde... besser kann es eigentlich nicht laufen.
00:26:58: Und was studieren die?
00:27:00: Ich denke jetzt, ich sage mal Namen weil ich sie auch alle persönlich kenne.
00:27:05: Elci ist ein junges Mädchen das schon in ihrer Schulzeit Romane geschrieben hat und Elci studiert jetzt indonesische Literatur in Surabaya.
00:27:17: und wir haben dann jemanden der Jetzt zum Beispiel Religionspädagogik studiert.
00:27:25: Wir haben jemand, der Englisch und Indonesien studiert eine junge Frau mit dem Ziel Lehrerin zu werden.
00:27:32: Das sind zum Beispiel die Berufe, die mit Universitätsstudium zu tun hat.
00:27:37: Aber natürlich gibt es auch die Menschen, die es nicht schaffen auf eine Universität zu kommen und ich könnte hier noch sehr viel erzählen weil nämlich tatsächlich auch die Universitäten in Südostasien oft sehr unzugänglich für Menschen mit Behinderung sind.
00:27:51: Ich habe glücklicherweise gerade in Sumatra mit einer Universität einen Vertrag abgeschlossen ein Kooperationsvertrag der hoffentlich das zumindest für die Region Medanen klein wenig verbessert auch.
00:28:03: Also in der Weise, dass die Dozenten auch aufmerksamer sind für die Studentinnen und Studenten, die dann bei ihnen mit einer Seebähnung anfangen.
00:28:12: Aber jetzt nochmal zurück zu dem Thema was machen die eigentlich eben nicht so ein Studium machen?
00:28:17: da gibt es immer noch die klassischen Blindenberufe.
00:28:20: In Deutschland sterben die fast aus, aber in Indonesien spielen sie noch eine wichtige Rolle.
00:28:24: und da ist ein zentraler Punkt Masseur.
00:28:27: wir versuchen auch da anzusetzen dass wir sagen damit blinde junge Menschen weiterkommen brauchen Sie an der Stelle auch einen boost nämlich in der Weise das wir entwickeln zu Physiotherapeuten, also mit medizinischen Anspruch.
00:28:43: Wo sie einfach auch deutlich mehr Geld verdienen denn das sind nur Fennige die sie bekommen eben für so eine Massage mal für eine halbe Stunde irgendwo auf der Straße oder am Strand wo Sie auch immer arbeiten.
00:28:56: Das ist nicht viel Geld und deshalb sind wir im Moment gerade dabei.
00:28:59: Wir haben ein riesengroßes Innovationsprojekt.
00:29:02: im Moment laufen Mit unseren Partnerschulen in den verschiedenen Ländern gerade versuchen, qualifizierte Berufe in drei Jahren zu entwickeln.
00:29:12: Das machen wir im Moment und da ist das eines der zentralen Punkte.
00:29:15: Du hast eben grad schon ein bisschen von Elle erzählt und auch von Begegnungen mit Menschenfamilien wo es jetzt nicht so günstig für die Kinder, die da gehalten werden läuft.
00:29:27: Gibt es auch vielleicht eine Begegnung, die dich bis heute begleitet weil sie vielleicht positiv war oder weil ihr wirklich eine Veränderung erzielen konntet?
00:29:36: Also ich kann nur sagen, grundsätzlich kann man es sagen die Kinder und Jugendlichen, die auf die Schulen gehen mit denen wir zusammenarbeiten.
00:29:45: Und das sind auch den Philippinen eine blinden Schule.
00:29:49: In Indonesien haben wir drei Projekte mit denen Wir arbeiten unter Myanmar und wenn man die Begegnung hat mit diesen Schülerinnen und Schülern dort verout dann bleibt kein Herz kalt an dieser Stelle weil Ich jedes Mal sehe wie die Kinder sich wirklich zum absolut.
00:30:07: ich habe von diesen sechs Jugendlichen gerade erzählt, die hier vom Abschluss gemacht haben.
00:30:12: Ich habe mit denen über die letzten Jahre immer wieder... gesprochen.
00:30:15: Ich habe mir immer Zeit genommen, habe mir angehört.
00:30:18: was sind eure Träume wo wollt ihr hin?
00:30:20: und hab die auch besucht zusammen in einem gemeinsamen Gespräch mit dem Rektor der Schule.
00:30:27: das war also eine inklusive Schule und ich habe sie gefragt wie erfahrt ihr eigentlich die Schule hier?
00:30:32: Es war für mich ein riesen Erlebnis dass einer der Jugendlichen dem Direktor sagte, hören Sie mal zu.
00:30:38: In unserer Schule sind die PDF-Dateien, die wir für die Klausuren bekommen vom Staat immer vollkommen
00:30:45: unzugänglich.".
00:30:48: Ein barrierefreies PDF ist so aufgebaut dass es auch von Menschen mit Behinderung genutzt werden kann.
00:30:54: Für blinde und sehbehinderte Menschen bedeutet das zum Beispiel ein Screenreader, kann Texte erkennen und vorlesen Überschriften und Listen unterscheiden und die richtige Lesereinfolge wiedergeben.
00:31:05: Bilder brauchen Beschreibungen, sogenannte Alternativtexte.
00:31:09: Ein PDF kann also auf dem Bildschirm gut aussehen und trotzdem voller Barrieren stecken wenn diese Informationen fehlen.
00:31:18: Das klingt jetzt nicht dramatisch, aber was dahinter steckt ist etwas ganz Entschreitenes.
00:31:23: Dieser junge Mann der da sein Mund aufgemacht hat ich habe innerlich gejubelt weil er endlich auch für seine eigene Rechte eingetreten ist.
00:31:30: das ist zum Beispiel in den Ländern vollkommen undenkbar und zwar auch in der Zusammenhang mit einer verantwortlichen Person dass man so in dieser Weise auftritt und wirklich auch deutlich sagt was eben deutlich zu verbessern wäre.
00:31:47: aber es zeigt mehr, was unsere Schulen leisten können in Hinsicht zum Beispiel auf Selbstwertgefühl.
00:31:53: Auf den Blick auf sie selber, was sie eben auch wert sind und dass sie eben nicht vernachlässig war sind.
00:32:00: Auch nicht in einer großen Klasse, auch nicht in einem Land wo es unheimlich viele junge Leute gibt die alle auf dem Rufenmarkt streben.
00:32:07: Auch Sie haben ihre Rechte.
00:32:09: das sind einfach große Freunden.
00:32:10: oder wenn ich in Myanmar erlebe einen kleinen sechsjährigen, der gerade in die Schule aufgenommen worden ist.
00:32:20: Der Auftritt singt und wie ich sehe... anfängt Blinschrift zu lesen und eine unheimliche Freude daran hat in seinem Leben etwas zu lernen, was ihm ein Leben lang hilfreich sein wird.
00:32:33: Dann geht dann wirklich das Herzhaus.
00:32:35: oder ich habe auch im Myanmar mit einem jungen Frau gesprochen.
00:32:40: In Myanmar ist ja der fürchtige Bürgerkrieg und es liegen noch unheimlich viele Mienen herum.
00:32:46: Dieses junge Mädchen war mit ihren Eltern draußen und hat auf der eigenen Landwirtschaft gearbeitet und war vom einen anderen Moment zum anderen blind.
00:32:57: Und die Eltern waren vollkomfort zwei für dieses junge Mädchen, ist in die Blindenschule im Jahrmarg gekommen... ...und sie ist aufgetreten und sagte ich habe ein Lebensziel!
00:33:07: Das hab' ich hier gelernt Ich hab' gelernt was ich kann und ich werde meine eigene Massagepraxis gründen.
00:33:14: und wenn blinde junge Frauen oder blinde jungen Männer und auch Kinder dazu gebracht werden sich so zu entwickeln, dann kann man nicht anders als wirklich sich darüber freuen.
00:33:25: Das klingt ja wirklich nach Erfolgsgeschichten?
00:33:28: Absolut!
00:33:29: Und auch genau dieses warum Selbstwertgefühl so wichtig ist dass diese oft zugeschriebene von außen das gegen dieser Minderwerte dazu geschrieben wird selbst übernommen wird für das eigene.
00:33:40: Das ist tatsächlich auch in diesem Programm, wovon ich gerade erzählte diesen Innovationsprogramm eins der absolut zentralen Dinge was wir erkannt haben.
00:33:50: Wir müssen ansetzen beim Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen Und sie kommunikativ fördern.
00:33:57: Das bedeutet ganz konkret zum Beispiel dass wir mit ihnen üben wie Sie auftreten.
00:34:02: Also geburtblindene Menschen haben bestimmte Bewegungen erst mal.
00:34:05: ungewöhnlich sind für sehende Menschen.
00:34:07: Wir sind da mehr hin und her gerissen, ob man so etwas korrigieren sollte oder sie lassen sollte sein schwieriges Thema.
00:34:15: Aber damit blinde Kinder und Jugendliche es einfacher haben kann man an manchen Kommunikationssachen tatsächlich arbeiten einfach um ihnen zu helfen auch selbstwurst aufzutreten.
00:34:26: also ein ganz zentrales Mittel.
00:34:27: was eben auch die Eltern betrifft.
00:34:29: das ist auch ein wichtiger Punkt weil viele Eltern ganz früh aufgeben.
00:34:34: Wenn Sie merken, Ihre Kinder haben so irre schwierig und auch Sie selber haben es mit Nachbarn in Ihrer Gesellschaft schwierig.
00:34:41: Dann stecken die oft zurück aus Scham.
00:34:43: Fördern sie nicht ihre Kinder!
00:34:45: Es ist vollkommen klar... ...es gibt Schwierigkeiten und blinde Kinder in diesen südaus asiatischen Ländern werden immer wieder auf neue Grenzen stoßen.
00:34:54: Immer wieder.
00:34:55: Und das bedeutet wir müssen lernen... Ich sage jetzt Wir müssen lernen aber die Blinden Kinder samt ihrer Eltern müssen lernen, dass man diese Barrieren auch überwinden kann.
00:35:04: Man kann da nicht tatsächlich auf eine Gesellschaft warten das sie sich langfristig darauf einstellt sondern es zählt jetzt dieser Moment und da erzählt es auch manchmal eben diesem psychologischen Aspekt einen wichtiger Aspekt zu wissen.
00:35:16: Es gibt in unserer Gesellschaft Hürden.
00:35:18: wir wissen die sind nicht richtig und wir müssen sie überwenden.
00:35:21: aber wir geben euch jetzt Hilfestellung an dieser Stelle wie ihr das am besten vielleicht auch hinbekommen.
00:35:28: Wenn unsere Hörerinnen nach dieser Folge nur ein Gedanken mitnehmen sollen, welcher wäre das für dich?
00:35:35: Ich glaube ganz einfach offene Ohren und offene Augen zu haben.
00:35:39: Für Menschen mit Behinderung wenn man aufmerksam und achtsam laustund zusieht dann ergibt sich alles andere eigentlich ganz von selbst.
00:35:50: also offen zu sein für das was einem hier in unserer Gesellschaft oder vielleicht sogar im Ausland auch begegnet
00:35:57: Und zwar auf Augenhöhe.
00:35:58: Auf Augenhöhen, genau!
00:36:00: Lieber Andreas vielen Dank dass du mich mit reingenommen hast in dein persönliches Erleben und auch in eure Projekte und damit ja auch ein bisschen in das erleben der blinden Kinder- und Jugendlichen in den Orten eurer Projekте.
00:36:13: Danke schön!
00:36:14: Danke Tanja und ich bin heute sehr gerne Gast bei euch gewesen.
00:36:23: Wenn ihr mehr zum Thema der heutigen Sendung, zum EMW-Podcast Zeit für Mission oder der evangelischen Mission weltweit erfahren möchtet schaut gern in die Show Notes zur heutigen Folge.
00:36:34: Mein Name ist Tanja Stünkel.
00:36:36: ich sage tschüss und bis zum nächsten Mal bei Zeit für mission.
00:36:40: Wenn dir die Folge gefallen hat und du noch mehr zu interessanten Themen aus weltweiten Perspektiven erfahren möchtest, abonnier diesen Podcast.
00:36:48: Und hilf uns auch gern diese wichtigen Themen weiterzutragen!
00:36:51: Schick doch die Folge an Menschen, die sich dafür interessieren könnten oder lass uns ein paar Bewertungen da wo immer es dir möglich ist.
00:37:05: Der Podcast der Hildesheimer blinden Mission beleuchtet das Leben blinder Kinder und Jugendlicher in Ländern wie Indonesien, den Philippinen, Myanmar und China.
00:37:15: Und gibt doch Einblicke in die eigene Arbeit!